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„Wir rufen laut im Faschingswahn: OHNE Bootchen KEINE Lahn!“

JU-Faschingsaktion zum Erhalt des Bundeswasserstraßenstatus der Lahn

Am Sonntag, 19. Februar 2012, nahmen zahlreiche die Mitglieder der Jungen Union (JU) Solms-Braunfels-Leun mit einem bunten Motivvagen am Großen Faschingsumzug durch Wetzlar teil und riefen laut: „Wir rufen laut im Faschingswahn: OHNE Bootchen KEINE Lahn!“

Der große Traktoranhänger war bemalt mit einem leuchtend grünen Boot auf hellblauem Wasser, das die Lahn darstellen soll. Auf dem Motivwagen befanden sich neben bunten Luftschlangen und Ballons einige Seeräuber und Matrosen mit ihren Schwimmwesten, die das Boot mit ihren langen Paddeln durch Wetzlar am Laufen hielten.

JU-Vorsitzender Sven Ringsdorf erklärte am Faschingsabend, dass die Junge Union damit noch einmal das Thema „Erhalt des Bundewasserstraßenstatus für die Lahn“ aufgreifen wollte.

Es sei im Frühjahr 2011 die JU Solms-Braunfels-Leun gewesen, die auf eine drohende Abstufung der Lahn aufmerksam gemacht habe, indem sie sich bereits an Pfingstsonntag mit einer Radtour von Leun-Lahnbahnhof bis Lahnau entlang der Lahn über den aktuellen Stand der Dinge mit den Lahn-Anrainern unterhielt und mögliche Folgen diskutierte.

„Daraufhin haben wir Resolutionen im Kreistag, den Stadtparlamenten von Solms, Braunfels und Leun sowie dem Gemeindeparlament von Lahnau angestoßen, die dann - größtenteils sogar überfraktionell - verabschiedet wurden“, ergänzt Ringsdorf.

Anschließend seien intensive Gespräche mit den Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer und Clemens Reif sowie den Bundestagsabgeordneten Sybille Pfeiffer und Dr. Helge Braun geführt worden, die sich auf allen Ebenen für eine gute Lösung für die anliegenden Kommunen einsetzen.

„Sogar Ministerpräsident Volker Bouffier sagte in einem Gespräch im Dezember 2011 zu, sich für einen guten Kompromiss zwischen dem Bund, dem Land und den Kommunen einsetzen zu wollen!“, berichtet Ringsdorf.

Ursprünglich sei eine Entscheidung seitens des Bundesverkehrsministeriums bereits für Ende 2011 vorgesehen gewesen.

Damit das Thema nicht in Vergessenheit gerät und allen 80.000 Besucher des Großen Faschingsumzugs durch Wetzlar noch einmal die Bedeutung der Lahn vor Augen geführt wird, hat die Junge Union dieses Thema noch einmal aufgegriffen.

„Wir hoffen, dass die zu treffende Entscheidung die ohnehin finanzschwachen Kommunen an der Lahn nicht noch mehr belasten wird!“, appelliert Ringsdorf abschließend an die entsprechenden Entscheidungsträger.


[20.02.2012]
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